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Nordfriesland

Wappen des Kreises NordfrieslandNordfriesland (plattdeutsch: Noordfreesland, dänisch: Nordfrisland, friesisch:Nordfraschlönj/Nordfriislon/Nuurdfriisklun) liegt im Nordwesten Schleswig-Holsteins und bezeichnet das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Nordfriesen.

Bis 1864 war die Geschichte des heutigen Kreises Nordfriesland als Teil des Herzogtums Schleswig eng mit dem Königreich Dänemark, zeitweise auch mit den Niederlanden verbunden.

Der heutige Grenzverlauf zwischen Dänemark und Deutschland wurde 1920 durch Volksabstimmung entschieden.  So bestimmen bis heute nachbarschaftliche und verwandtschaftliche Verbindungen über die Grenze hinweg das gesellschaftliche und kulturelle Leben. Fünf Sprachen werden hier gesprochen: dänisch und sønderjysk, hochdeutsch, plattdeutsch und friesisch.

Die Nordfriesen gelten als nationale Minderheit, etwa 50.000 Menschen werden dieser Volksgruppe zugerechnet. Etwa 10.000 sprechen heute noch die friesische Sprache bzw. einen der vielen friesischen Dialekte.

Nordfriesland ist der nördlichste Landkreis Deutschlands. Der Verwaltungssitz ist in Husum.

Der Kreis umfasst eine Landfläche  von  etwa 2.049 Quadratkilometern (es gehen jedes Jahr einige Hektar Land an das Meer verloren) und hat mit etwa 166.720 Einwohnern die geringste Bevölkerungsdichte Schleswig-Holsteins (etwa 81 Einwohner je Quadratkilometer).

Karte Kreis NF

In Nordfriesland gibt es 33 Naturschutzgebiete, die zusammen mehr als 9 % der Landfläche einnehmen. Von den insgesamt 441.000 Hektar des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegen 176.300 Hektar auf nordfriesischem Gebiet.

Das wirtschaftliche Leben wird durch Landwirtschaft, Fischerei, das mittelständische Handwerk und den Tourismus bestimmt. Ein neuer Wirtschaftszweig hat sich in der Produktion von Windenergieanlagen und der Gewinnung von Wind-, Sonnen- und regenerativen Energien entwickelt.

Eisenbahn und Schifffahrt spielen im Landkreis eine große Rolle,  ebenso der Deichbau und der Küstenschutz.